
Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen und ihre Früchte hat der Mensch bereits in der Steinzeit gegessen: die Edelkastanie. Im Laufe der Zeit sind allerdings Esskastanien immer mehr von unserem Speiseplan verschwunden. Nur auf Weihnachtsmärkten sind geröstete Maronen mittlerweile noch ein beliebter Klassiker, der nicht nur mit seinem nussigen Duft, sondern auch mit seinem leicht süßlichen Geschmack verführt. Dabei sind die Maroni ein echter Tausendsassa in der Küche, die sowohl Pürees, Suppen und Soßen, als auch süßen Desserts und Kuchen eine besondere Note verleiht und um eine interessante Geschmacksnuance bereichert. Wir von den E‑Centern Lunze zeigen Ihnen, wie man Maronen verarbeitet und was Sie kulinarisch alles aus ihnen zaubern können.
Vom “Arme-Leute-Essen” zum Superfood
Früher galten Esskastanien noch als sogenanntes „Arme-Leute-Essen“, doch langsam aber sicher erfahren sie eine kleine kulinarische Renaissance. Unter Gourmets, Feinschmeckern und leidenschaftlichen Hobbyköchen sind sie eine bereichernde Beilage, die Gerichten eine besondere Note verleiht. Darüber hinaus sind Maronen ein wahres Superfood, das auch mit seinen inneren Werten überzeugt. Sie gehören zu den Nüssen, sind reich an Kohlenhydraten, sehr sättigend, haben aber zugleich sehr wenig Fett. Zugleich enthalten sie viel Stärke, sind glutenfrei und punkten mit vielen B‑Vitamien, Vitamin C, hochwertigem Eiweiß sowie Mineralstoffen wie Kalium.

Im Vergleich zur „normalen“ Rosskastanie sind Esskastanien wie der Name schon sagt essbar. Auch optisch unterscheiden sich die beiden Sorten eindeutig. Während die Hülle der Rosskastanie kurze, harte Stacheln hat, sind sie bei den Maronen eher lang und auch recht weich. Außerdem sind die Früchte der Rosskastanie rund und eher kugelig, die Esskastanien sind flacher und laufen eher leicht spitz zu.
Wie bereitet man Maronen richtig zu?


Bevor Maronen in der Küche zum Einsatz kommen können, muss man das leckere Innere von der schützenden Schale befreien. Wer es sich einfach machen möchte, greift in unseren Obst- und Gemüseabteilungen zu vorgegarten Maronen aus der Vakuumverpackung in bester Bio-Qualität. Die zweite Möglichkeit ist, die Früchte der Edelkastanie selbst zu garen und zu schalen. Das ist im Grunde ganz einfach, wenn man ein paar grundlegende Tipps beachtet. Überprüfen Sie zuerst, ob die Schale schön glatt, die Frucht nicht zu weich und vor allem frei von Wurmlöchern ist. Nehmen Sie dann ein scharfes Küchenmesser und ritzen Sie auf der runden Seite ein Kreuz ein. Tun Sie das nicht, könnten sie beim Backen im Ofen regelrecht „explodieren“.

Wie Sie geröstete Maronen zubereiten, erfahren Sie weiter unten in unseren Genusstipps aus der EDEKA Rezeptwelt. Neben dem Backen kann man Maronen aber auch in einem Topf mit kochendem Salzwasser zubereiten. Sobald die Schale geplatzt ist, vom Herd nehmen, abgießen und die Früchte häuten. Wichtig ist dabei, auch die für einen bitteren Geschmack sorgende, untere Hautschicht zu entfernen. Dann sind die Esskastanien bereit zur weiteren Verarbeitung.







